Wer ist das Spiegelmädchen eigentlich? Darum geht’s!
Das Spiegelmädchen ist ein Teil meiner Seele, als Spiegel einer ziemlich verwirrten Welt in der wir uns Gedanken über unsere Ansprüche und Werte machen sollten.
Die Angst vor Veränderung im
Außen hält uns in alten Mustern und Strukturen fest, genauso wie wenn man zu
sehr in der Vergangenheit oder Zukunft lebt. Die Vergangenheit loszulassen und seinen
Frieden damit zu schließen ist wichtig, um den Istzustand zu akzeptieren und
in der Gegenwart zu leben. Alles, was Ist darf sein. Du bist genauso gut, wie
du bist. Doch Stillstand ist Tod und Veränderung ist Leben. Angst vor
Veränderung, ist Angst vor dem Leben. Leider leben wir in einer Gesellschaft, die große Angst vor Veränderungen hat. Aber wir müssen nicht so bleiben wie wir sind.
Wir dürfen älter werden. Wir dürfen altes Loslassen und Abschied nehmen. Denn
das Leben ist ein ständiges Ankommen und Abschied nehmen.
Hierzu ein schönes
Gedicht von Hermann Hesse:
Stufen
Wie jede Blüte welkt
und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
Wir sollen heiter
Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen;
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Es wird vielleicht
auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden,
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
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